Die konventionell angebaute Kartoffel ist der Liebling der chemischen Industrie. Dabei ist es egal ob sie die konventionell angebaute Kartoffel aus dem Supermarkt beziehen oder vom Bauen nebenan, sofern er konventionell anbaut. Der Leidensweg und damit die Schadstoffbelastung der "konventionellen" Kartoffel ist der selbe.

In der Region empfehlen wir deshalb die Kartoffeln vom Bio Gemüsebau Felgner. Diese Kartoffeln werden weder "totgespritzt" noch mit Keimhemmer behandelt.

Konventionell angebautes Gemüse wird vor, während der Saat bzw. dem Stecken und während der Wachstumsphase mit Herbiziden und Pestiziden behandelt. Die größere Schadstoffbelastung der Kartoffel ergibt sich daraus, dass das Kartoffelkraut vor der Ernte "totgespritzt" wird. Dies dient dazu das Kraut auf größeren Feldern gleichzeitig absterben zu lassen, was wiederum zu einer gleichzeitigen Nachreifung der Kartoffel führt. Dieser Ansatz ist nur notwendig um bei großen Flächen den maximalen Ertrag zu erhalten.

Nach der Ernte wird die Kartoffel dann mit Keimhemmer behandelt. Chlorpropham ist der in Deutschland am häufigsten eingesetzte Keimhemmer.

Chlorpropham ist für den Menschen gesundheitsschädlich und möglicherweise krebserzeugend.
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Chlorpropham (CIPC) darf bei konventionell angebauten Kartoffeln als Keimhemmungsmittel eingesetzt werden. In dem Fall muss ein Hinweis "Nach der Ernte behandelt", entweder auf der Verpackung oder bei loser Ware beim Preisschild angebracht sein. Der zulässige Rückstandshöchstwert bei Kartoffeln ist 500 mal höher als bei Getreide. Da der Wirkstoff auch in das Innere der Kartoffeln dringt, ist er auch in geschälten und in frittierten Kartoffelprodukten nachweisbar. Entgegen landläufiger Meinung reicht es folglich nicht aus, behandelte Kartoffeln zu waschen oder zu schälen, um die Substanz zu entfernen.